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Rückblick form25 – die Pilotausgabe


Die erste, bewusst als Beta-Version ausgelegte Ausgabe von form26 in Laax war ein voller Erfolg und bestätigte das Potenzial des Formats. Über vier Tage kamen Personen aus allen Bereichen des Skateboardings zusammen – neben professionellen Skateboarder:innen auch Skateparkbauer:innen, Wissenschaftler:innen, Fotograf:innen und Filmer:innen, Coaches, Vertreter:innen nationaler Verbände, NGOs, Künstler:innen und Stadt- resp. Raumplaner:innen.


Den Auftakt bildete ein Filmabend zum Thema mentale Herausforderungen im Leistungssport: gezeigt wurden ein Porträt der Skatelegende Madars Apse von Yves Marchon sowie ein am ZFF ausgezeichneter Film von Dino Brandão und Moris Freiburghaus über das Leben mit einer bipolaren Störung, begleitet von Podiumsgesprächen mit Kirsty Smith. Den Abschluss bildete ein Film von Irene Schweizer die auf 16mm dreht und international für ihre Arbeiten über Frauen im Skateboarding bekannt ist.


Am Freitag diskutierte die Gruppe im Rahmen eines ganztägigen Workshops unterschiedliche Aspekte des Skateboardings – unter anderem inklusive Skatepark-Gestaltung mit dem Ansatz von DIY, den Aufbau nationaler Skateboard Föderationen, die Vermittlung von Skatekultur und den Schutz von Skate-Infrastruktur als kulturelles Erbe. Ergänzend präsentierten Gustav Eden (Projektleiter Skateboarding der Stadt Malmö, SWE) und John Dahlquist (Rektor des Bryggeriet Skateboard-Gymnasium, SWE) internationale Beispiele gelungener Stadtplanung und Bildungssystemen rund ums Skateboarding. Darunter die teilweise Rettung des legendären Love Parks, dessen Materialien heute in Malmö weiterleben. Der Abend wurde sportlich abgerundet: gemeinsames Skaten in der Freestyle Academy, eine Queenpin-Session mit Goodies for Tricks sowie eine generationenübergreifende Vert-Session – ein eindrücklicher Beleg für das Potenzial der neu umgebauten Freestyle Academy als europaweit relevante Trainings- und Begegnungsstätte.

Der Samstag stand im Zeichen von Wissensaustausch und Kunst: ein Gespräch mit Madars Apse über seine Karriere, eine Ausstellung mit Arbeiten der Glarner Skateboard-Crew Habash mit Gian Stricker, sowie Nicolas Büchi und Rich Holland – darunter Skate-Skulpturen aus dem nachhaltigen Beton-Ersatz Oxara – sowie eine dichte Vortragsreihe mit internationalen Referent:innen zu Skate-Architektur (Rich Holland, Haarlem Design University, NL), Governance partizipativer DIY-Skatepark-Projekte (Jérôme Heim und Julien Glauser, Universität Neuenburg, CH), einem gemeinsam mit der lokalen Community realisierten Skatepark-Projekt in Simbabwe (Elliott Russell, Wonders Around the World, NGO, UK) und der gesellschaftspolitischen Bedeutung von Skateboarding aus Sicht der Urban Studies und Black Geographies (Neftalí Williams, San Diego State University, USA). Den Ausklang bildete eine dystopisch-poetische Live-Performance aus Musik, Skateboarding und der Zerstörung einer Skulptur mit Dino Brandão, Morris Freiburger, Jordan Thackeray und Madars Apse. Parallel dazu fanden die Schweizermeisterschaften in der Freestyle Academy statt – mit Besucher- und Teilnehmerrekord.

Diese Pilotausgabe zeigt: form26 kann auf ein bereits etabliertes, internationales Netzwerk und ein erprobtes, generationenübergreifendes Format aufbauen, das Sport, Wissenschaft, Kunst und Stadtentwicklung erfolgreich verbindet.

Alan Maag

8000 Zürich (SUI)

Art Director form skateboarding, MA Transdisciplinary Studies

Alan Maag wurde in der Nähe von Zürich geboren und wuchs in der Schweiz auf. Seine Arbeit verbindet Skateboarding, Fotografie und künstlerische Forschung, wobei er sich sowohl mit der Skateboard-Kultur als auch mit theoretischen und gesellschaftlichen Fragestellungen beschäftigt. Als Fotograf dokumentiert er die Skateboard-Szene und legt dabei besonderen Wert auf Details, Atmosphäre und persönliche Geschichten. Neben seiner fotografischen Arbeit ist Maag an der kreativen Konzeption und Kommunikation des Skateboard-Events Team Trouble in Laax beteiligt. In seinem Studium beschäftigt er sich mit Kunst, Urban Studies, Philosophie und der Frage, wie Skateboarding durch künstlerische Praktiken betrachtet und vermittelt werden kann. Aktuell arbeitet er unter anderem an einer Publikation im Rahmen eines Masterstudiums in Transdisciplinarity in Arts. Seine Arbeit ist geprägt von einer engen Verbindung zur Skateboard-Community und von dem Anspruch, Skateboarding nicht nur zu dokumentieren, sondern auch als kulturelles und künstlerisches Phänomen zu erforschen.

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